SSV Nümbrecht

Historie

Frühjahr 1919
Aus dem Jugendverein Niederbierenbach gründet sich eine Fußballabteilung. Kurze Zeit später benennt sich der Verein in SpV Homburg-Niederbierenbach um.

1. September 1945
In der Nümbrechter Gaststätte Vierkötter treffen sich 27 ortsansässige Sportler um den Fußballverein neu zu gründen. Die Mitgliederversammlung wählt Wilhelm Wirths zum 1. Vorsitzenden, Helmut Stiesch zum 2. Vorsitzenden, und Robert Manz zum Geschäftsführer. Ferner beschließen sie die Umbenennung in Spiel- und Sportverein Homburg-Nümbrecht.

11. November 1945
Der reguläre Spielbetrieb beginnt. Der SSV wird der Gruppe 2 (Wiehl) zugeteilt.

30. Juni 1946
Am Ende dieser Spielzeit belegt der SSV in seiner Gruppe vor dem TuS Wiehl den 1. Tabellenplatz. Anschließend setzt sich der SSV in den Endrundenspielen gegen die beiden anderen Gruppenmeister SSV 08 Bergneustadt und dem SSV Wildbergerhütte-Odenspiel durch und wird damit erster Kreismeister nach dem Krieg. Verbunden mit diesem Titel ist der Aufstieg in die neu gegründete Bezirksklasse Mittelrhein.

1. August 1947
Als Vereinslokal wird der Gasthof Franz Vierkötter in Nümbrecht angegeben, jedoch gleichzeitig darauf verwiesen, dass dieser zur Zeit beschlagnahmt ist. Die Platzanlage befindet sich "auf dem Hömerich".

1. August 1948
Als Vereinslokal wird die Burgschenke Schloß Homburg angegeben.

1. August 1950
Als Vereinslokal wird der Gasthof "Rheinischer Hof" in Nümbrecht angegeben.

1962/63
Aufgrund des sehr langen Winters zog sich die Meisterschaft in der 1. Kreisklasse bis weit in den Juni hinein. Am 16. Juni 1963 musste der KV Oberberg jedoch einen Vertreter für die Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse Mittelrhein melden. Zu diesem Zeitpunkt führte der TuS Wiehl die Tabelle noch mit drei Punkten Vorsprung auf den SSV Nümbrecht an. Daher wurde dem FV Mittelrhein der TuS Wiehl als oberbergischer Vertreter gemeldet. In der Aufstiegsrunde spielte der TuS Wiehl in seiner Gruppe zunächst 3:3 unentschieden gegen den Meister des Kreises Aachen, dem VfL Zweifall und gewann dann mit 8:3 gegen den FC Olef, dem Meister des Kreises Schleiden und stieg damit in die Bezirksklasse Mittelrhein (5. Liga) auf In der 1. Kreisklasse standen nach dem letzten Spieltag der TuS Wiehl und der SSV Homburg-Nümbrecht punktgleich an der Tabellenspitze. Am 28. Juli 1963 standen sich die beiden Mannschaften in Waldbröl zum Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft gegenüber. Rund 1.500 Zuschauer sahen eine Wiehler Mannschaft, die von Beginn an Druck machte und die Nümbrechter in deren Hälfte einschnürte. So war die 1:0 Pausenführung durch Hans Dresbach aus der 35. Minute mehr als verdient. Nach dem Wechsel übernahmen nun die Nümbrechter die Initiative und drängten die Wiehler in die Verteidigung. Diese hatten in der Folge mehrere brenzlige Situationen zu überstehen, bis sie sich gegen Ende der Begegnung wieder etwas Luft verschaffen konnten. Prompt erzielte Halbstürmer Dieter Schmidt das vorentscheidende 2:0. Das 3:0 durch Manfred Schmidt aus der 82. Minute hatte von daher nur noch statistischen Wert. 1969 / 70 Am 14. Juni 1970 stand in der 1. Kreisklasse der letzte Spieltag auf dem Plan. Der Tabellenführer SSV Nümbrecht erwartete den BSV Bielstein und durfte sich keinen Ausrutscher leisten, denn der Vorsprung auf den TuS Elsenroth betrug nur einen Punkt. Doch von Beginn an ließen die von Trainer Heinz Knöppel hervorragend eingestellten Nümbrechter keine Zweifel aufkommen, denn Gerd Grümer erzielte bereits in der 1. Minute das 1:0. Auch in der Folge ließen die Nümbrechter nicht nach, versäumten es jedoch, ihre guten Chancen zu nutzen. So dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe Lothar Rohsiepe zum beruhigenden 2:0 traf. Kurz nach der Pause sorgte Paul Baum mit seinem Tor zum 3:0 für die Entscheidung. Grümer erhöhte zwar noch auf 4:0, ehe Uwe Hüller für den BSV zumindest den Ehrentreffer erzielte. Am Ende stand ein jederzeit ungefährdeter Erfolg und damit verbunden der Aufstieg in die Bezirksklasse. Nümbrecht: Reinhold Baum, Hans Otto Schröer, Gerd Grümer, Rainer Scheffels, Klaus Hennig, Lothar Rohsiepe, Oskar Neumann, Wilhelm Gosse, Paul Gerhard Baum, Erwin Kölm, Günter Dobberstein, Gerd Mähler, Gerd Gabel 1972 / 73 In den beiden Halbfinalspielen um den Kreispokal Oberberg hatten sich letztlich die Favoriten durchgesetzt. Der Landesligist VfL Gummersbach gewann in der heimischen Lochwiese gegen den Bezirksligisten SSV 08 Bergneustadt mit 2:0, und in Morsbach mußte sich der heimische SV dem Bezirksliga-Konkurrenten SSV Nümbrecht mit 3:4 geschlagen geben. Als der Schiedsrichter am 31. Mai 1973 das Endspiel zwischen dem VfL Gummersbach und dem SSV Nümbrecht war die Favoritenrolle in diesem Spiel eigentlich auch klar, dafür war der VfL einfach die klassenhöhere Mannschaft. Zudem fehlte den Nümbrechtern ihr wichtigster Spieler. Spielmacher Fredi Hennecken war verletzt und mußte auf der Ersatzbank Platz nehmen, so dass das von vielen mit Spannung erwartete Duell der beiden großen oberbergischen Spielmacher Fredi Hennecken gegen Wolfgang Träger zunächst ausfiel. In der ersten halben Stunde verlief das Spiel ein wenig schleppend. Die SSV-Abwehr stand gut, und die spielerisch besseren Gummersbacher fanden bislang einfach noch keine Möglichkeit dieses Bollwerk zu durchschlagen. Die wenigen Schüsse aufs Tor waren dann auch kein Problem für SSV-Torwart Reinhold Baum. In der 37. Minute nutzte dann Mittelfeldspieler Klaus Reuber eine Unsicherheit in der Abwehr zum überfälligen 1:0, und nur zwei Minuten später erhöhte Peter Schlüssel auf 2:0. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Zur zweiten Halbzeit wechselte sich SSV-Spielertrainer Fredi Hennecken selbst ein, und obwohl er aufgrund seiner Verletzung nicht voll ausspielen konnte, hatten die Nümbrechter nun mehr von Spiel. Jedoch hatten sie keine Kraft mehr, um die routinierte Abwehr mit Libero Klaus-Peter Keßler und Torwart Bernd Podak ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. In der 70. Minute zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul im Nümbrechter Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Torjäger Detlef Havemann ließ sich diese Chance nicht entgehen und sorgte mit seinem verwandelten Strafstoß zum 3:0 endgültig für die Entscheidung. Die letzten zwanzig Minuten spielten die Gummersbacher ganz souverän zu Ende, und als der Schiedsrichter nach 90 Minute abpfiff, stand für die Schützlinge von Trainer Gert Burkhardt, dessen letztes Spiel es gewesen sein sollte, ein deutlich und verdient herausgespielter 3:0 Erfolg zu Buche. Gummersbach: Bernd Podak, Klaus-Peter Keßler, Horst Beuck, Willi Tscholl [ab 75. Volker Schorsch], Günter Leßmann, Wolfgang Träger, Klaus Reuber, Hans-Peter Schüssel, Detlef Havemann, Reiner Schumacher, Friedel Wurm [ab 75. Karlfried Soest] Nümbrecht: Reinhold Baum, Gerd Mähler, Gerd Gabel, Hans Blum, Klaus Henning, Werner Putzig, Ottmar Maus, Günter Dobberstein [ab 46. Fredi Hennecken], Gerd Grümer, Lothar Rohsiepe, Rainer Scheffels

27. Mai 1976
An der Waldbröler Maibuche im Endspiel um den Kreispokal Oberberg stehen sich der Landesligist SSV 08 Bergneustadt und der Bezirksligist SSV Homburg-Nümbrecht gegenüber. Die nur rund 100 Zuschauer sahen zunächst ein recht ausgeglichenes Spiel in dem sich die favorisierten Neustädter nur selten gegen die von Spielertrainer Fredi Hennecken gut eingestellte Nümbrechter Verteidigung durchsetzen konnten. Nach einer guten halben Stunde erhielt Neustadts Außenstürmer Dietmar Krumpholz den Ball und traf unhaltbar für Nümbrechts Torwart Reinhold Baum zur 1:0 Führung. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff verstärkten die Nümbrechter ihre Angriffsbemühungen, und schafften in der 72. Minuten durch Holger Sohn den durchaus verdienten Ausgleich. In der Schlussphase zeigte sich jedoch die Qualität eines Dietmar Krumpholz, der in der 83. Minute mit seinem zweiten die Neustädter erneut in Führung brachte. Zwar setzten die Nümbrechter nunmehr alles dran, den Ausgleich zu erzielen, doch fehlte ihnen am Ende einer langen Saison die entscheidende Kraft, so dass der SSV 08 Bergneustadt beim Schlusspfiff des Schiedsrichters knapp mit 2:1 gewonnen hatte.

1982
Am Sportzentrum entsteht ein neuer Sportplatz mit funktionstüchtiger Flutlichtanlage

2006
Umwandlung in einen Kunstrasenplatz

2011/12
In der Kreisliga A zeigte sich der SSV Homburg-Nümbrecht von Beginn der Spielzeit an als Maß aller Dinge. Die junge, hoch motivierten und von ihrem Trainer Hans Jordan jederzeit taktisch klug eingestellte Mannschaft erspielte sich 27 Siege in 28 Spielen, bei einem Torverhältnis von 123:24, also einem Plus von 99 Toren; eine im Oberbergischen bis dato noch nicht erreichte Bilanz. Und sogar die einzige Niederlage musste man mehr der eigenen Dusseligkeit als dem Können des Gegners zuschreiben. Am 14. Spieltag führte man bei Rot-Weiß Olpe nach 75 Minute bereits mit 4:1, um das Spiel dann noch mit 4:6 zu verlieren. Letztlich konnten sie den einzigen Bezwinger, der als Tabellenzweiter abschloss, mit 17 Punkten distanzieren. So verwunderte es auch niemanden, dass Nümbrecht mit Dennis Lepperhoff und Stefan Rößler die beiden Top-Torjäger der Liga in seinen Reihen hatte. Jedes einzelne Vereinsmitglied hat von der Gründung des SSV Homburg-Nümbrecht bis zum heutigen Tag seinen Beitrag dazu geleistet, dass der Verein zu dem geworden ist, wie er sich heute darstellt. Trotzdem hat es in der Geschichte auch immer wieder Persönlichkeiten gegeben, die das Bild des Vereins in besonderem Maße geprägt haben: Gerd Grümer, stammte eigentlich vom Ortsrivalen TuS Homburg-Bröltal, doch als es ihm erst einmal zum SSV gezogen hatte, wurde er letztlich als Spieler, Trainer, Abteilungsleiter und Vorsitzender zum Gesicht des Vereins Werner Putzig, stammte aus der Jugend des SSV, spielte dann einige Jahre beim VfL Gummersbach in der Landesliga. War dann mit kleinen Zwischenstopps in Windhagen und Vollmerhausen über Jahre hinweg für Nümbrecht aktiv Reinhold Baum, stammte aus der Jugend des SSV. Bis auf eine kurze Episode beim solventen Hansa Vollmerhausen war er seinem Heimatverein, nicht nur als großartigver Torwart, sondern in späteren Jahren auch als Trainer treu. Roger Lang, stammte aus der Jugend des SSV. Bis auf drei Jahre, die er beim TuS Brüchermühle verbrachte, widmete er seine aktive Laufbahn dem SSV. In späteren Jahren bekleidete er zudem das Amt des Abteilungsleiters. Artur Busenbecker, trat unmittelbar nach dem Krieg in den Vorstand des SSV und bekleidete über die Jahrzehnte hinweg verschiedene Ämter. Zudem stieg er in seiner über 40 Jahre dauernden Tätigkeit im Fußballkreis Oberberg zu einer der führenden Persönlichkeiten auf Karl Dickel, stammte aus der Jugend des SSV, die unmittelbar nach dem Krieg aktiv war, und wurde dann über 20 Jahre hinweg fast unverzichtbarer Stammspieler in der 1. Mannschaft Fredi Hennecken, über ihn etwas zu sagen ist eigentlich müßig. Er ist seit über einem halben Jahrhundert auf den oberbergischen Sportplätzen präsent und gehört unzweifelhaft zum Besten, was der Oberbergische Kreis an Fußballern hervorgebracht hat und wurde deshalb mit den meisten Stimmen in die "Mannschaft des Jahrhunderts" gewählt.

September 2016
Erneuerung des Kunstrasens