SSV Nümbrecht
    1. HerrenReisewitz stinksauer

    Was nach dem Seitenwechsel geschah, verschlug dem Trainer fast die Sprache

    1. Herren

    Fortuna Köln II - SSV Homburg-Nümbrecht 3:1 (0:1)


    SSV-Coach Torsten Reisewitz war nach der Pleite gegen Fortuna Köln stinksauer auf seine Schützlinge. „Wenn wir so weiterspielen, müssen wir den Abstiegskampf ausrufen. Es ist uns zum wiederholten Male nicht gelungen, aus einer guten Halbzeit Kapital zu schlagen“, meinte der Übungsleiter. Die Gäste hatten lediglich in den ersten 45 Minuten überzeugen können, wobei Robin Brummenbaums „Kopfball-Elfmeter“ nach wenigen Sekunden – er traf aus kurzer Distanz das leere Tor nicht – einen unbefriedigenden Auftakt darstellte.

    Nachdem ein Fortuna-Akteur den Ball an die Unterkante der Latte gefeuert hatte, sorgte Julian Schwarz per Freistoß für das 0:1. Eine verdiente Pausenführung. „Wir haben den Gegner beherrscht und nichts zugelassen“, so Reisewitz. Was nach dem Seitenwechsel geschah, verschlug dem Trainer fast die Sprache. Nümbrecht war plötzlich völlig verunsichert und nicht mehr Herr der Lage. Nils Remagen und Semih Güler drehten den Spieß um, das Aluminium und Torwart Florian Schneider verhinderten weiteres Ungemach.

    „Wir sind 20 Minuten lang vorgeführt worden. Das war ein Scheibenschießen“, berichtete Reisewitz. Die dicke Ausgleichschance von Joscha Trommler hatte sich nicht angekündigt, aber selbst diesen Lucky Punch konnte der SSV nicht nutzen. Postwendend erhöhten die Fortunen auf 3:1. Zum Schluss hätte der eingewechselte Kilian Seinsche noch am Zwischenstand schrauben können, doch ein Treffer blieb dem Außenstürmer bei seinem Comeback verwehrt (83., 86.).

    „Wir sind im Moment die Schießbude der Liga, weil wir es aus unterschiedlichsten Gründen nicht schaffen, über 90 Minuten Kompaktheit herzustellen. Außerdem habe ich nicht das Gefühl, dass jemand in den schwierigen Phasen die Verantwortung auf dem Platz übernimmt. Das war eine herbe Enttäuschung“, urteilte Reisewitz. Zu allem Überfluss verdrehte sich Innenverteidiger Alexander Epstein das Knie. Reisewitz: „Das sah nicht gut aus.“

    Tore
    0:1 Julian Schwarz (35. Freistoß)
    1:1 Nils Remagen (52. Freistoß)
    2:1 Serhat Güler (55.)
    3:1 Serhat Güler (73.)

    Besonderes Vorkommnis

    Gelb-Rot gegen einen Fortuna-Spieler (84.)

    SSV Homburg-Nümbrecht
    Florian Schneider; Dennis Kania, Jan Luca Krämer, Alexander Epstein (Julian Opitz), Philipp Wirsing, Johannes Volk, Julian Schwarz, Joscha Trommler (70. Kilian Seinsche), Christian Rüttgers (70. Alexander Ewert), Robin Brummenbaum, Mike Großberndt

    23.04.2018 | Von: Oberberg-Aktuell.de