SSV Nümbrecht
    1. HerrenZusammenbruch nach der Pause

    Nümbrecht gegen Schlebusch mit zwei Gesichtern, Neuzugang Sebastian Ramspott feiert Debüt

    Sebastian Ramspott

    SSV Homburg-Nümbrecht – SV Schlebusch 3:6 (3:2)


    „Wir haben es geschafft, die beste und die schlechteste Halbzeit in dieser Saison in 90 Minuten zu packen“, sagte Torsten Reisewitz nach dem Neun-Tore-Spektakel, das aufgrund eines unerklärlichen Einbruchs der Hausherren nach dem Kabinengang verdient an die Gäste ging. Der SSV begann richtig stark. Julian Schwarz betätigte sich abermals bei seiner Lieblingsübung und versenkte einen Freistoß in den Maschen. Das 2:0 ging auf das Konto von Dennis Kania, nachdem Christian Rüttgers den gegnerischen Torhüter zu einem Fehlpass gezwungen hatte und Kania konsequent nachsetzte.

    Der Anschlusstreffer fiel durch einen Freistoß, der in der Torwartecke landete. Nümbrecht ließ sich von diesem Rückschlag zunächst nicht aus dem Konzept bringen und stellte in Person von Manuel Schwarz, der einen gelungenen Angriff über mehrere Stationen abschloss, den alten Abstand wieder her. Gästetrainer Stefan Müller reagierte: Bei Ballbesitz der Schlebuscher sah sich die Viererkette des SSV fortan mit vier Spitzen konfrontiert. Beim 3:2 sah Keeper Dennis Kulisch erneut nicht gut aus, weil er bei einer Flanke in den Fünfmeterraum nicht eingriff. Ein SVS-Akteur stocherte die Kugel über die Linie.

    „Nach der Pause hat man gemerkt, dass wir in den letzten Wochen lediglich mit elf, zwölf Mann trainiert haben“, ging den Blau-Gelben laut Reisewitz förmlich die Luft aus, was zur Folge hatte, dass die Passwege im Mittelfeld nicht mehr konsequent zugestellt wurden und die SV-Offensivabteilung um Top-Goalgetter Maik Maier deshalb richtig ins Rollen kam. „Wir haben es nicht verstanden, als Mannschaft geschlossen dagegenzuhalten“, so Reisewitz.

    Beim SSV war der Puls kaum noch wahrnehmbar, der Tabellendritte agierte mit hohem Tempo und drehte die Partie zwangsläufig. Der eingewechselte Kilian Seinsche verbrachte nur ein paar Minuten auf dem Feld, weil er eine Ampelkarte abholte. Zu diesem Zeitpunkt stand mit Sebastian Ramspott (Bild) ein Neuzugang auf dem Platz. Reisewitz kennt den Kicker, der zuletzt für den Bezirksligisten SV Brilon gespielt hat, ehe für ein Jahr zum Studium in Brasilien weilte, aus gemeinsamen Zeiten bei Borussia Lindenthal-Hohenlind. Der gelernte Innenverteidiger wird zunächst bis zum Saisonende aushelfen. Angesichts der Ausfälle im Abwehrbereich ist Reisewitz dankbar, dass sich Ramspott zur Verfügung stellt.

    Tore
    1:0 Julian Schwarz (6.)
    2:0 Dennis Kania (19.)
    2:1 (23. Freistoß)
    3:1 Manuel Schwarz (31.)
    3:2 (40.)
    3:3 (55.)
    3:4 (67.)
    3:5 (75.)
    3:6 (90.+2)

    Besonderes Vorkommnis
    Gelb-Rot gegen den Nümbrechter Kilian Seinsche (82.)

    SSV Homburg-Nümbrecht
    Dennis Kulisch; Philipp Wirsing, Alexander Epstein, Michel Hock (75. Sebastian Ramspott), Dennis Kania, Jonas Wagner (75. Kilian Seinsche), Julian Schwarz, Christian Rüttgers, Tom Barth, Mike Großberndt (57. Joscha Trommler), Manuel Schwarz

    01.05.2017 | Von: Oberberg-Aktuell.de